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Wichtiger Meilenstein im Wiederaufbau nach dem Jahrtausendhochwasser 2024

 

 

Unterrohr. Mit der offiziellen Freigabe der neuen Brücke in Unterrohr am 20. Juni 2026 konnte ein bedeutendes Infrastrukturprojekt der Gemeinde Kammeltal erfolgreich abgeschlossen werden.

Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kirche sowie die am Bau beteiligten Unternehmen nahmen an der feierlichen Einweihung teil. Die alte Brücke war durch die verheerenden Auswirkungen des Jahrtausendhochwassers im Juni 2024 so schwer beschädigt worden, dass eine Sanierung nicht mehr möglich war. Nach umfangreichen Untersuchungen entschied sich die Gemeinde für einen vollständigen Neubau des Bauwerks. Die Bauarbeiten begannen Ende Oktober 2025 und konnten nach rund acht Monaten Bauzeit planmäßig abgeschlossen werden. Entstanden ist eine moderne Stahlbetonbrücke, die den heutigen Anforderungen an Verkehrssicherheit, Tragfähigkeit und Hochwasserschutz gerecht wird.

 Die neue Brücke verfügt über eine Fahrbahnbreite von 6,0 Metern und eine Gesamtbreite von 8,5 Metern zwischen den Geländern. Die Brückenfläche umfasst rund 174 Quadratmeter. Die Einzelstützweite beträgt 20,5 Meter, die lichte Weite zwischen den Widerlagern 19,30 Meter. Die kleinste lichte Höhe zur Wasseroberfläche beträgt nunmehr 1,95 Meter.

Mit dem Neubau wurde eine wichtige Verkehrsverbindung für die Bürgerinnen und Bürger, die Landwirtschaft sowie für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge langfristig gesichert.

 Bürgermeister Thorsten Wick zeigte sich bei der Einweihung erfreut über den erfolgreichen Abschluss der Maßnahme:

„Mit der Fertigstellung der Brücke konnte eines der wichtigsten Wiederaufbauprojekte nach dem Jahrtausendhochwasser 2024 erfolgreich abgeschlossen werden. Mein Dank gilt allen Beteiligten – den Fördergebern, den Planern, der ausführenden Baufirma sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern und den Landwirten, die während der Bauzeit viel Geduld und Verständnis gezeigt haben.“

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf knapp eine Million Euro. Hinzu kommen Planungskosten in Höhe von rund 150.000 Euro. Der Freistaat Bayern unterstützt die Gemeinde Kammeltal über die Regierung von Schwaben mit einer Förderung von 80 Prozent der förderfähigen Baukosten.

Landrat Dr. Hans Reichhart würdigte die Bedeutung des Projekts für die Region:

„Die neue Brücke ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie der Wiederaufbau nach dem Hochwasser gemeinsam vorangebracht werden kann. Solche Investitionen stärken die Infrastruktur im ländlichen Raum und kommen den Menschen vor Ort unmittelbar zugute.“

Auch die Landtagsabgeordnete Jenny Schack betonte die Bedeutung der staatlichen Unterstützung:

„Die neue Brücke zeigt, wie wichtig die Unterstützung des Freistaats für unsere Kommunen ist. Sie verbindet nicht nur zwei Ufer, sondern steht auch für Zusammenhalt, Zuversicht und Zukunftsfähigkeit.“

Die Planung und Bauüberwachung der Maßnahme erfolgte durch die HC Ingenieure GmbH aus Thannhausen. Für die Bauausführung war die HUBERT SCHMID Bauunternehmen GmbH aus Marktoberdorf verantwortlich.

Einen besonderen Höhepunkt der Einweihungsfeier bildete die Segnung der neuen Brücke durch Pfarrer Stefan Riedel. In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass Brücken seit jeher Menschen verbinden und Wege zusammenführen.

„Brücken verbinden Menschen und Wege. Möge diese Brücke allen, die sie nutzen, Sicherheit schenken und ein Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt sein.“

Mit der anschließenden offiziellen Freigabe wurde die Brücke ihrer Bestimmung übergeben und steht den Bürgerinnen und Bürgern nun wieder uneingeschränkt zur Verfügung.